Ausstellungsarchiv > Die Zeit. Der Stil. Die Namen.

Die Zeit. Der Stil. Die Namen.
26 Mai 2004 – 04 Juli 2004

H.Gassiew
W. Lukka
A. Lozmann
L. Tabenkin
N. Nasedkin
D. Flegontow
W. Permjakow
E. Jegorowa

 

Lew Tabenkin, Junge mit Geschirr, 1995,
Öl auf Leinwand/ 90x70
  Die Ausstellung „Die Zeit. Der Stil. Die Namen.“ in der Galerie J&L Fortak präsentiert Werke von Malern, die einen festen Platz und eine genaue Position am Ende des 20. Jahrhunderts einnehmen. Werke von diesen Malern befinden sich in den zwei größten Museen russischer Kunst: im Staatlichen Russischen Museum St. Petersburg und in der Staatlichen Tretjakow Galerie Moskau, sowie in den Museen in Europa und den USA.


Die Künstler haben ihre eigene kulturell- historische Orientierung im geistigen Erbe von A. Achmatowa und D. Schostakowitsch, P. Filonow und R. Falk, B. Pasternak und S. Eisenstein.

Künstlerische Sprache und Manier dieser Maler unterscheiden sich stark voneinander. Diese Kunst ist im Grunde immer figurative oder an der Grenze vom Unfigurativen und bewahrt das Prinzip der malerisch-plastischen Darstellung. In dieser Kunst sind Traditionen von Expressionismus und Primitive einerseits und Traditionen von Surrealismus und Metaphysik anderseits stark vertreten. Gemeinsam sind für diese Künstler das Interesse der Aufbewahrung und Entwicklung der hohen Kultur der plastischen Formen und die moralisch-ethische Position in Hinsicht des geistigen Erbes.

Als eine Metapher der Ausstellung kann das Gemälde von H. Gassiew „Der gehende Alte“ dienen. Das ist die Gestalt des Weges, des Weges zu den geistigen Höhen, „des Weges zum Tempel“.

Die Perioden der Wende und Reorganisation der Gesellschaft und Kultur haben zu allen Zeiten und in allen Ländern einige gemeinsame Charakterzüge. Sobald der Prozess der Zerstörung beginnt, beginnt auch die Überprüfung der Grundwerte, aber nicht die Werte der bestimmten historischen Perioden. Unter den Grundwerten meint man die Normen und Prinzipien, welche die Beziehungen des Menschen zu den anderen Menschen und zu der Außenwelt und auch die transzendente Grundsache der Existenz bestimmen.

Das Schaffen der Maler, die in der Ausstellung zu sehen sind, beweisen, das Ihre allgemeinmenschlichen Werte geblieben sind. Im Laufe des Umdenkprozesses verändern sich nicht die Grundwerte, aber Postulate. Sondern die Menschen ändern sich, in dem sie ihr Leben auf neue Art und Weise gestalten.


Kunsthistoriker
Vladimir Saveliew, St. Petersburg


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